Mit Web verbinden

Der Datenkonnektor stellt eine Verbindung zwischen Origin-Arbeitsblatt und Datendatei her, die entweder aus einem Online-Pfad oder einer Tabelle auf einer Webseite stammt. Wenn sich die Datenquelle ändert, können Sie die Daten einfach erneut importieren, um alles auf dem aktuellen Stand zu haben.

Zum Öffnen von Datenkonnektoren

  1. Wählen Sie bei aktivem/r Arbeitsblatt/Matrix das Menü Daten: Mit Web verbinden und wählen Sie dann den gewünschten Dateityp. Es werden viele Datentypen, einschließlich CSV, JSON, HTML-Tabelle, Origin-Projekt etc., unterstützt. Sie können auch die App des Datenkonnektors für einen neuen Datentyp über das Menü ‘’’Neu hinzufügen’’’ installieren.

Der Dialog Mit Web verbinden wird geöffnet.

Daten, die über Mit Web verbinden importiert wurden, werden für einen Zeitraum im Zwischenspeicher gespeichert, der @CFDT Sekunden pro 100 kB der Dateigröße entspricht (z. B. werden verbundene Daten in einer Datei von 10 MB für 900 * 100 = 90.000 s oder ~24 h gespeichert). Daher verwendet ein erneuter Import der verbundenen Daten in das Projekt die zwischengespeicherten Daten, falls der Zeitraum nicht überschritten wurde. Wenn der Zeitraum abgelaufen ist, werden die zwischengespeicherten Daten gelöscht, wodurch es möglich ist, dass die Daten beim Import aktualisiert werden. Um die zwischengespeicherten Daten manuell zu löschen, siehe delete -web.

Einfache Operation

Data connector from web basic.png
  1. Geben Sie im einfachen Modus einen URL-Link in das Bearbeitungsfeld URL ein oder fügen Sie ihn ein. Um eine zuvor aufgerufene URL zu laden, klicken Sie auf Zuletzt verwendete URLs.
  2. Falls gewünscht, können Sie LabTalk-Variablen vordefinieren und sie dann für Substitutionen im URL-Link verwenden. Die LabTalk-Variablen müssen mit Prozent kodiert sein, zum Beispiel:
    https://.....%(var$)...
    
    . Sie können die eigentliche Zeichenkette der URL in der URL-Vorschau sehen.
    Data connector from web lt variable.png
  3. Klicken Sie auf OK, um eine Verbindung zum Webserver herzustellen.
  4. Wählen Sie im Dialog Auswählen... die gewünschte Tabelle aus und klicken Sie auf den unten weisenden Pfeil, um sie zum unteren Feld hinzuzufügen. Klicken Sie zum Importieren auf OK.

 

Hinweise:
  • Mit Web verbinden unterstützt HTTP, HTTPS und FTP (Site muss einen anonymen Login für Benutzername und Passwort zulassen).
  • Falls die importierte HTML-Tabelle Webseitencode (z B. CSS) enthält und Sie möchten, dass die importierten Daten genauso aussehen wie die Inhalte der Webseite, müssen Sie Folgendes tun:
    1. Klicken Sie auf das Konnektorsymbol Dadta connector icon connect.png und wählen Sie Optionen im Menü.
    2. Aktivieren Sie im Dialog beide Kontrollkästchen.
  • Wenn Sie Daten aus der Dropbox teilen möchten, können Sie einen Freigabelink erstellen und dann den Linktext für die URL des Datenkonnektors verwenden. Zusätzlich müssen Sie:
    1. Ändern Sie den letzten Teil des Freigabelinks von ?dl=0 in ?dl=1, ansonsten funktioniert der Link nicht.
    2. Setzen Sie die Systemvariable vor dem Importieren der Daten auf @HTTPMR = 1;.

Erweiterte Operation

Einige Webanfragen über Datenkonnektor sind möglicherweise komplexer und erfordern das Festlegen erweiterter Einstellungen im Dialog Mit Web verbinden.

URL-Teile

In einem weiteren Beispiel besteht die folgende URL aus einer Reihe von Variablen in Form von Pfadkomponenten oder Teilen.

https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/2244

In diesem Fall können die Pfadkomponenten heruntergebrochen werden auf:

https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug /compound /cid /2244

Auch wenn es nicht immer unbedingt notwendig ist, die URL auf ihre unterschiedlichen Teile herunterzubrechen, kann es vorkommen, dass es sich aus Gründen der Klarheit anbietet, wie im obigen Fall. Im Dialog Mit Web verbinden würden diese Teile, wie unten gezeigt, angegeben:

Data connector from web advance2.png

Beachten Sie, dass die Schaltfläche Teil hinzufügen eine neue Gruppe von Bedienelementen zum Festlegen der URL-Teile hinzufügt. Beachten Sie außerdem, dass es für jedes Teil einen Pfeil nach oben und nach untenzum Ändern der Reihenfolge der Teile mitsamt einer -Schaltfläche zum Entfernen des Teils gibt.

Hinweis: Für URL-Teile wird die LabTalk-Substitution unterstützt.

Mit dem optionalen Bedienelement Zeitüberschreitung für Befehl in Minuten (Command Timeout) können Anwender die Anzahl der Minuten bestimmen, nach der die Anfrage von Daten abgebrochen wird. Bleibt diese Angabe leer (was im Allgemeinen empfohlen wird), läuft die Anfrage solange wie notwendig oder bis der Server selbst die Anfrage abbricht.

Der optionale Bedienelementabschnitt Headerparameter der HTTP-Anfrage ist wahrscheinlich der Grund für die Verwendung der Erweiterten Einstellungen. Zusätzlich zu einer URL können einige Webservice-APIs einen oder mehrere beliebige HTTP -Anfrageheader mit der Anfrage zusammen erfordern. Dies hängt stark von den Anforderungen des Webservices ab - diesbezüglich gibt es keine Regeln.

Wenn Sie aus einer Auswahlliste allgemeine Anfrageheadernamen auswählen und dann auf die Schaltfläche Hinzufügen klicken, werden zwei Textfeldelemente erzeugt, eines für den Headernamen und eines für den Headerwert. Benutzerdefinierte Header können ebenfalls hinzugefügt werden, indem --- Benutzerdefiniert --- in der Auswahlliste ausgewählt oder einfach der Name eines bereits enthaltenen Headers überschrieben wird.

Für die in diesem Beispiel angegebene URL ist ein Accept-Header erforderlich. Sein Wert muss auf Medientyp gesetzt sein, damit der Datentyp ausgegeben werden kann. In diesem Fall ist das application/json.

Hinweis: Ein Anfrageheader mit dem Namen Authorization ist in der Liste enthalten. Gehen Sie nicht davon aus, dass es sich bei diesem Header automatisch um ein Passwort handelt! Nicht alle Webservices benötigen diesen Header. Der Webservice selbst muss definieren, wie der Wert aussehen soll. Es gibt keine Regeln in Bezug darauf, was einen angemessenen Wert ausmacht.

POST-Daten

Einige Web-Services erwarten eine POST-Anfrage mit verschiedenen Parameter im Anfragekörper. Sie tun dies, so dass einige Parameter nicht Teil einer einfach sichtbaren URL sind oder falls mehr Infos bereitgestellt werden müssen, die eine GET-Anfrage eingefügt werden können.

Aktivieren Sie diese Option, indem Sie auf das Kästchen klicken. Hinzugefügter Text wird der "Anfragenkörper." Es gibt keine Prüfung, das heißt, der Anwender ist verantwortlich dafür sicherzustellen, dass der Text für eine POST-Anfrage richtig formatiert ist.

Web Connect Post Data.png


Beispiel für eine POST-Anfrage:

URL: https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/property/MolecularFormula,MolecularWeight/CSV
Request Body: cid=1,2,3,4,5
HTTP Request Header Parameters: Content-Type - application/x-www-form-urlencoded
Header: Accept

Die erwartete Antwort entspricht in etwa dieser:
ResponseBody: "CID","MolecularFormula","MolecularWeight"
1,"C9H17NO4",203.238000
2,"C9H18NO4+",204.246000
3,"C7H8O4",156.137000
4,"C3H9NO",75.111000
5,"C3H8NO5P",169.073000

Beispiele

Beispiel 1

Tutorial des Web-Datenkonnektors von Origin

Beispiel 2

Öffnen Sie Signal Processing - FFT Gadget with Data Connector.opju, um ein Beispiel für eine mit dem Web verbundene Datei mit Daten zu Sonnenflecken zu sehen:

  1. Wählen Sie Hilfe: Lernzentrum.
  2. Aktivieren Sie im Dialog die Registerkarte Analysebeispiel. Wählen Sie Signalverarbeitung in der Auswahlliste Beispiele in.
  3. Klicken Sie doppelt auf Minitool FFT mit Datenkonnektor, um das Beispiel zu öffnen.